Infektionskrankheiten

Staupe
Diese gefährliche Viruserkrankung, die manchmal auch zum Tode führen kann, zeigt sich durch viele verschiedene Symptome und ist daher machmal sehr schwierig zu erkennen. Die Erkrankung tritt heute in Deutschland trotz weitverbreiteter Impfung immer noch häufig auf.

Hepatitis
Diese ansteckende virusbedingte Leberentzündung der Hunde, auch H.c.c. genannt, ist für den Menschen nicht gefährlich. Die Tiere können sich auch indirekt über kontaminierte Gegenstände (Futternäpfe, Liegeplätze, Zwinger) anstecken ohne Kontakt mit einem infiziertem Tier zu haben. Die Folge dieser Erkrankung reichen von schweren Störungen des Allgemeinbefindens, Gewichtsverlusst, chronischer Leberentzündung bis zum Tode.

Leptopspirose (Stuttgarter Hundeseuche, Weilche Krankheit)
Diese durch Bakterien hervorgerufenen Erkrankung wird vor allem durch Nager (Ratten und Mäuse) übertragen. Große Mengen der Erreger werden mit dem Harn ausgeschieden und bleiben lange Zeit in der Umgebung ansteckungsfähig. Hunde können sich durch die Aufnahme (Wasser aus Pfützen, Getreide oder andere Lebensmittelabfälle) der Erreger oder durch Kontakt mit erkrankten Tieren anstecken. Eine Folge dieser Erkrankung kann chronisches Nierenversagen sein.

Parvovirose
Diese für Jungtiere häufig tödliche Viruserkrankung führt zu schweren blutigen Durchfällen und häufigem Erbrechen. Die Ansteckung erfolgt durch die Aufnahme des Virus aus der Umgebung oder durch Kontakt mit einem infiziertem Tier. Auch wieder gesundete Tiere scheiden das Virus noch Monate mit dem Kot aus.

Parainfluenza
Zwingerhusten ist die Grippe unter den Hunden. Sie verbreitet sich sehr rasch und ist hoch ansteckungsfähig. Sie führt zu trockenem Husten der anfallsweise auftritt.

Tollwut
Die Tollwut wird durch ein Virus hervorgerufen und ist stets tödlich. Nur durch die flächendeckenden Impfungen ist die Tollwut selten geworden, allerdings nicht ausgerottet. Übertragen wird diese auch für den Menschen lebensgefährliche Erkrankung durch den Biss eines infizierten Tieres. Dieses scheidet mit dem Speichel große Mengen an Virus aus.


Impfungen ja oder nein

Die Grundimmunisierung unserer Haustiere gegen bekannte und zum Teil lebensbedrohliche Infektionskrankheiten ist weitgegend unumstritten.

Bisher wurde danach eine jährliche Wiederholung aller Impfungen empfohlen.

Man kann aber davon ausgehen, dass der Schutz nach der Grundimmunisierung deutlich länger vorhält. Zum Teil geht man heute von einem lebenslangen Schutz nach der Grundimmunisierung aus.

Bei den Tollwutimpfstoffen gibt es heute Präparate, bei denen nur noch alle 3 Jahre geimpft werden muß. Bei der Entscheidung sollte berücksichtigt werden, dass ein Tier bei Verdacht auf Kontakt mit dem Tollwuterreger nur der sofortigen Tötung entgeht, wenn ein bestehender Impfschutz nachgewiesen werden kann.

In Anbetracht doch häufig vorkommender Impfreaktionen mit zum Teil erheblichen Schädigungen der Tiere stehen die jährlichen Nachimpfungen mehr und mehr im Fokus. Hierüber findet derzeit eine sehr kritische Diskussion statt. Selbst die Empfehlungen der Bundestierärztekammer weicht inzwischen von den starren Impfangaben deutlich ab.

Jeder Besitzer muss für sich unter Berücksichtigung der individuellen Lebensumstände seines Tieres hier seine eigene Entscheidung treffen. Hierbei spielen auch die Haltungsbedingungen eine entscheidende Rolle. So sind viele Tiere auf engem Raum durch Streß und engen Kontakt sicher gefährdeter als ein Einzeltier im Haushalt.

Zu berücksichtigen sind allerdings auch die Ein- und Ausreisebestimmungen, falls Sie mit Ihrem Tier ins Ausland fahren wollen, sowie die jeweiligen Vorgaben der Vereine und Verbände beim Besuch von Ausstellungen.









Empfehlung zur Grundimmunisierung

6. Woche: Parvovirose
8. Woche: Staupe, Hepatitis, Leptospirose, Parvovirose
12. Woche: Staupe, Hepatitis, Leptospirose, Parvovirose, Tollwut
Wiederholungsimpfung (bisher empfohlen jährlich) - inzwischen mit deutlich längeren Impfintervallen Staupe, Hepatitis, Leptospirose, Parvovirose, Tollwut